Vierter Aktionstag 'junge Fahrer'

Sie machen nur ca. 7% Prozent der Geamtbevölkerung in Remscheid aus, sind aber an mehr als 20% aller Verkehrsunfälle beteiligt: junge Fahrer (18 bis 24 Jahre).

Am 06. und 07.06 wurden 2 Aktionstage durchgeführt, an denen mehr als 300 junge Menschen teilgenommen haben. Die Verkehrswacht Remscheid konnte, wie auch bei den vorherigen Veranstaltungen, wieder tatkräftige Kooperationspartner finden. Neben der Verkehrsunfallprävention der Polizei in Remscheid/Solingen/Wuppertal konnten wir die Berufsfeuerwehr Remscheid, sowie die Verkehrswachten aus Dortmund, Gütersloh und dem Rhein/Berg - Kreis ins Boot holen. Die Veranstaltung wurde nur durch die Unterstützung der Polizeiinspektion Remscheid möglich, die nicht nur das Gelände zur Verfügung stellte, sondern auch Polizisten/Polizistinnen, die die jungen Teilnehmer in Kleingruppen (bis 15 Personen) durch die Staionen führten. Dabei konnten die Teilnehmer durch persönlich geschilderte Verkehrsunfälle Einblick in den Polizeialltag erhalten.

An 11 verschiedenen Stationen konnten die Besucher durch eigenes Erleben, zuhören und ausprobieren ein vielfältiges Informationsangebot, rund um das Thema Verkehrsunfall, nutzen.

Wie steige ich aus einem Auto aus, das sich überschlagen hat?

Wie heftig ist ein Aufprall auf ein stehendes Hindernis bei 10 km/h? Warum anschnallen?

Wie schnell passiert ein Unfall, wenn man sich vom Handy ablenken läßt?

Wie gut kann man noch Auto fahren, wenn man 1.1 Promille im Blut hat?

Und wie schafft es die Feuerwehr, eine eingeklemmte Person aus einem Fahrzeug zu bergen? Für diese Vorführung durfte sich ein Veranstaltungsbesucher ins Auto als 'Verletzter' setzen und wurde von der Feuerwehr geborgen. In diesem Jahr waren es angehende Brandmeister der Feuerwehr Remscheid, die sich im ersten Ausbildungsjahr befinden, die das 'Unfallopfer' befreiten. Nur für den Aktionstag wurde der Ablauf im ersten Ausbildungsjahr bei der Feuerwehr umgestellt, damit sie an diesen Aktionstagen zeigen konnten, was sie gelernt haben. Auch bei den jungen Feuerwehrmännern war deutlich zu sehen, dass es bei der Arbeit der Feuerwehr aus Teamwork ankommt. Am Ende ihrer Vorführung haben sie sich dann die anderen Stationen der Veranstaltung angesehn.

Neben diesen praktischen Vorführungen gab es auch noch Stationen, bei denen die Teilnehmer/innen durch Vorträge aufgeklärt wurden, was noch alles zu einem Verkehrsunfall gehört. Egal ob zum Thema Verkehrsunfallflucht, emotionale Folgen eines Verkehrsunfalls, wie sitzt man eigentlich richtig in einem Fahrzeug, was für Kosten kommen auf einen zu, wenn man z.B. unter Alkohol- oder Drogeneinfuß an einem Verkehrsunfall beteiligt ist. Ein Vater schilderte ausführlich, wie Angehörige unter Unfallfolgen leiden können.

Insbesonders beim Thema Drogeneinfluß im Straßenverkehr wurde deutlich, dass einige Teilnehmer/innen sich nicht über die Konsequenzen solcher Handlungen bewußt sind.

Unser Dank gilt dem BZI Remscheid und den Berufskollegs Verwaltung, Technik und Käthe-Kollwitz, die dafür gesorgt haben, dass an diesen beiden Tagen junge Menschen etwas an die Hand bekommen konnten, um sich und andere im Straßenverkehr vor Schäden zu bewahren.

Wir freuen uns auf die nächste Veranstaltung 2019.