Die Arbeit der Verkehrsunfallprävention

In Remscheid versehen 3 Verkehrssicherheitsberater (VSB) der Polizei ihren Dienst.

Ihre Aufgabe ist es Verkehrsunfälle zu verhindern.

                                  

Ihre Arbeit beginnt bereits in den Kindergärten, weiter in den Grundschulen bei der Radfahrausbildung über Projekte für weiterführende Schulen bis hin zu Schulungen für Senioren.

Das Büro befindet sich neben der Polizeiwache Remscheid, in der Martin-Luther-Straße.

Neben den o.g. Bereichen finden sich immer wieder Projekte, die für alle Verkehrsteilnehmer von Bedeutung sind.

Die Verkehrsunfallprävention im Kindergarten

 

Die Verkehrssicherheitsberater der Polizei betreuen 55 Kindergärten in Remscheid.

War es früher üblich, dass der Verkehrspolizist nur mit den Kindern 'Verkehrserziehung' durchgeführt hat, ist das seit 2004 anders.

Es werden die Eltern geschult, da sie die meiste Zeit mit den Kindern im Straßenverkehr verbringen. Durch die Vorbildfunktion und das ständige Üben auf der Straße ist der Lernerfolg nachhaltiger, als der 30minütige Spaziergang mit dem Verkehrspolizisten.

2003 ereigneten sich in Remscheid 67 Unfälle mit Kindern, bis zum Jahr 2014 sank die Zahl der Unfälle auf 23.

Das sind immer noch 23 Unfälle zu viel, aber die Umstellung auf 'Elternspaziergänge' in den Kindergärten hat sich als sinnvoll erwiesen.

Den ersten Kontakt in den Kindergärten bekommen die Kinder im Alter von ca. 3 Jahren. Der Polizist geht mit ihnen und mindestens einem Elternteil in den Verkehrsraum. Anschließend erfahren die Eltern im Stuhlkreis, was für entwicklungsbedingte Probleme kleine Kinder haben, die zu Gefahren im Straßenverkehr führen können.

Sind die Kinder in den Vorschulgruppen, kommt erneut der Polizist in die Einrichtung und macht mit den Kindern (und mindestens einem Elternteil) einen Spaziergang im Umfeld der Kindertagesstätte.

Grundschule

weiterführende Schule

Die Verkehrsunfallprävention in der Grundschule

Vom ersten Schuljahr an gibt es in den Grundschulen die Mobilitätserziehung. Sie umfasst alle Bereiche der Teilnahme am Straßenverkehr. Ob als Fußgänger, als Radfahrer oder als Mitfahrer im Linienbus.

Der Hauptteil der Mobilitätserziehung liegt aber im Elternhaus.

Im 3. und 4. Schuljahr werden fast alle Remscheider Grundschulen von den Verkehrssicherheitsberatern der Polizei besucht, um mit den Kinder das Radfahren auf der Straße zu üben. In den 2 Unterrichtsstunden pro Klasse wird über den Helm, das verkehrssichere Fahrrad und das Fahren auf der Straße gesprochen. Diese beiden Stunden dienen nicht dazu, den Kindern das Fahrrad fahren beizubringen, sondern um sicherheitsrelevante Aspekte zu verdeutlichen.

Im 3. Schuljahr fahren die Kinder, im Umfeld der Schule, eine kurze Strecke auf der Straße. Geübt wird das Anfahren vom Fahrbahnrand, das Vorbeifahren an Hindernissen und das Rechtsabbiegen. Im 4. Schuljahr wird das Rechtsabbiegen durch das Linksabbiegen ersetzt.

Vielen Kindern fällt es sehr schwer, den Umstieg vom 'Schonraum' (Schulhof/Spielplatz/Ferienpark usw.) auf die Straße zu meistern.

Kindergärten

weiterführende Schule

Die Verkehrsunfallprävention in der weiterführenden Schule

In Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen und den Berufskollegs in Remscheid gibt es mehrere Projekte.

Das größte Projekt dabei ist der Schutzengel.

Es werden alle Mädchen ab der 11. Klasse in Remscheid geschult. Die Mädchen besuchen einen ganzen Tag die Verkehrsunfallprävention. In dem 6stündigem Seminar werden sie, in einer Gruppenstärke von 10 bis 16 Mädchen, zu Schutzengel ausgebildet.

Das Projekt läuft seit 2008 in Remscheid, es werden jährlich ca. 400 Schutzengel ausgebildet.

 

In 5 weiterführenden Schulen können Schüler eine Mofa-Prüfbescheinigung erwerben. Die Theoriestunden werden in den Schulen durchgeführt, die praktischen (6) Stunden werden auf dem Schulhof der Alexander von Humboldt Realschule unter Mitwirkung der Verkehrsunfallprävention durchgeführt. Insgesamt stehen 6 Mofaroller zur Verfügung, die durch die Stadtsparkasse Remscheid gestiftet wurden. In der letzten Stunde wird dann eine praktische Prüfung abgenommen.

 

In der Waldorfschule Bergisch Born ist es üblich, dass Schüler der 9. Klasse Patenschaften für Erstklässler übernehmen. Sie begleiten die Kinder vom Bus zur Schule und zurück.

Seit dem Jahr 2013 werden die Schüler der 9. Klassen für diese Aufgabe durch die Verkehrssicherheitsberater geschult.

 

 

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat eine bundesweit einzigartige Kampagne gestartet um die Zahl von Verkehrsunfällen nachhaltig zu verringern. Das Konzept heißt „Crash Kurs NRW“, und es richtet sich speziell an Jugendliche der 10. und 11. Jahrgangsstufe sowie an Berufsschülerinnen und Berufsschüler.

Ab 18 steigt das Unfallrisiko im Straßenverkehr. Im bergischen Dreieck sind jedes Jahr über 400 junge Menschen, zwischen 18 und 24 Jahren, in Verkehrsunfälle verwickelt und tragen Verletzungen davon. Einige der Verletzten leiden lebenslang an der Folgen des Unfalls.

Rettungssanitäter, Notfallseelsorger, Angehörige von Unfallopfern und Polizisten schildern ihre persönlichen Gefühle und den Arbeitsablauf bei einem realen Verkehrsunfall mit schwerverletzten oder getöteten Personen.

Es werden keine Schockvideos gezeigt, der CrashKurs lebt von der authentischen Schilderung rund um den Verkehrsunfall.

 

Pressemeldungen:

RP-Online

RGA

 

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